Angeln an der Kyll
Das romantische, von Nord nach Süd fließende Eifel Flüsschen Kyll ist wieder ein schönes Gewässer geworden. Zwischen Hillesheim, nördlich von Gerolstein, und ihrer Mündung in die Mosel bei Ehrang bietet sie erfolgversprechende Fischwaid - nicht nur für die Fliegenfischer. Der Oberlauf der Kyll präsentiert sich heute als lupenreines Salmonidengewässer - ab Flusskilometer 53 findet man ungetrübte Fischwaid. Das war nicht immer so. Es gab Zeiten, in denen die Kyll in Bezug auf Wasserqualität und Fischbestand einen schlechten Ruf hatte. Doch in den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet des Gewässerschutzes auch hier sehr viel getan. Moderne Klärwerke helfen, die Wasserqualität ständig weiter zu verbessern. Heute hat die Kyll nahezu Trinkwasserqualität.
Systematischer Besatz
Da Elritzen und Gründlinge – die Futterfische von Salmoniden – reichlich vorkommen, können sich auch die Forellen prächtig entwickeln. Während die Bachforelle und die Äsche hier von Natur aus heimisch sind, ist die Regenbogenforelle erfolgreich eingebürgert worden. Die Flusspächter sind verpflichtet, jährlich 20 Prozent der Pachtsumme als Besatz an Forellen einzubringen - ein Umstand, der den Anglern natürlich entgegenkommt. An der Kyll ist die typische Beute der Flugangler Forellen und Äschen in der Größenklasse zwischen 30 und 45 Zentimeter.
Fliegenfischen an der Kyll
Die meisten Kyll-Angler beschränken sich auf das Fliegenfischen mit der Trockenfliege, obwohl an bestimmten Kyll-Abschnitten auch andere Kunstköder zugelassen sind. Als beste Zeit für das Fliegenfischen gilt das zeitige Frühjahr. Nach der Schneeschmelze führt der Fluss Hochwasser. Gängige Fliegen sind Rotschwanzpalmer, Märzbraune- Steinfliege und Montana, und als gängige Größen gelten 12 bis 18. Um die Insektenimitationen mit dem richtigen Schwung servieren zu können, empfiehlt sich eine Fliegenrute der Klasse 5 oder 6.
Und noch ein Tipp:
Vergessen Sie keinesfalls Ihre Wathose oder Watstiefel. Die Ufer der Kyll sind nämlich an vielen Stellen unwegsam. Gerade unter versunkenen Bäumen und überhängenden Büschen lauern die größten Fische, und vom Wasser aus kommt man am besten an sie heran. Wird die Trockenfliege ignoriert, sollte man auf Nymphe oder Nassfliege wechseln.
Angelmöglichkeit besteht in der Kyll in den Fremdenverkehrsgemeinden Malberg, St. Thomas, Zendscheid und in Kyllburg.
Einheitliche Bedingungen für alle Streckenbereiche
- Die Fischereisaison beginnt am 15. März und endet am 14. Oktober.
- An Gäste darf ein Tageserlaubnisschein nur ausgestellt werden, soweit er in einem anerkannten Beherbergungs-betrieb mindestens 2 Übernachtungen gebucht hat. Für je zwei Übernachtungen darf höchstens ein Tageserlaubnisschein ausgestellt werden und für jede weiteren zwei Übernachtungen ein weiterer Erlaubnisschein. Für den Tag der Abreise darf kein Erlaubnisschein mehr erteilt werden.
- Tageserlaubnisscheine werden für Gäste wie bisher von den Beherbergungsbetrieben der vorgenannten Gemeinden ausgestellt. Das Entgelt für einen Tageserlaubnisschein beträgt 10 Euro.
- Die Fischerei ist nur mit der Fliegenrute und der künstlichen Fliege (Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe) und nur mit Schonhaken zugelassen. (kein Widerhaken)
- Fische, die das Mindestmaß aufweisen und sich nicht in der Artenschonzeit befinden, dürfen nicht mehr zurückgesetzt werden.
- Das tägliche Fangergebnis ist auf zwei Edelfische begrenzt. Beim Fang des zweiten massigen Edelfisches (Forelle oder Äsche) ist die Fischerei unverzüglich zu beenden. In diesem Falle darf auch die Fischerei auf Weißfische nicht mehr ausgeübt werden.
- Der Fang und die Mitnahme von Weißfischen unterliegt keiner Fangbeschränkung.
- Ein gezieltes Fischen auf noch in der Schonzeit befindliche Fische, als auch auf untermassige Fische allgemein, ist nicht gestattet.
- Die Schonzeiten und Mindestfanglängen der Fische sind zu beachten
- Im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften
Voraussetzung für den Erwerb des Erlaubnisscheines ist der Besitz eines gültigen Bundesfischereischeines. Gäste aus Belgien und den Niederlanden erhalten ohne Nachweis einer Fischereiprüfung den Bundesfischereischein im Rathaus der Kyllburger Waldeifel in Kyllburg. Ein Passfoto ist hierzu erforderlich. Die Kosten für die Ausstellung des Bundesfischereischeines (für 1 Jahr) betragen 9 Euro.
Fischereistrecken und Erlaubnisscheinkosten
| Kyllburg | 6,5 km einseitige Uferlänge | 10,00 € |
| Malberg | 4,5 km einseitige Uferlänge | 10,00 € |
| St. Thomas (teilw. Privatstrecke) | 5,4 km einseitige Uferlänge | 10,00 € |
| Usch/Zendscheid | 2,4 km einseitige Uferlänge | 10,00 € |
Fischarten (Mindestlängen)
- Forelle (28 cm)
- Äsche (32 cm)
- Barbe und Karpfen (35 cm)
- Hecht (50cm)




